BigBand

Als Big Band bezeichnet man eine Gruppe Musiker, ähnlich einem Orchester, in der Jazzmusik. Die klassische Big Band findet man im Jazzstil des Swings. Sie treten mit dem Aufschwung des Jazz in den 1920gern erstmal in Erscheinung. Sie prägten die Swing-Ära, die 1926 begann. Im Gegensatz zu dem aus Chicago oder New Orleans kommenden Jazzstilen, die sich mehr der freien Improvisation widmeten, ist der Jazz der Big Bands durchkomponiert. Dies wurde wegen der gegenüber den älteren Jazzstilen erhöhte Anzahl an Musikern erforderlich. Die bisherigen Stile wurden von kleinen Jazzensembles gespielt. Diese bestanden im Durchschnitt aus fünf Musikern. Eine Big Band jedoch besteht aus siebzehn und mehr Musikern. Daher benötigten sie nicht nur feste Arrangements statt Improvisationen sondern auch einen Big Band Leiter. Die berühmtesten Big Bands leiteten Ikonen wie Count Basie, Duke Ellington oder Glenn Miller. Während früher die Big Band ein feststehender Begriff war verschwimmt ihre Definition heute leider. So werden auch große Tanzorchester heute gerne als Big Band bezeichnet.

Die klassische Big Band setzt sich aus der Rhythmusgruppe, den Holzbläsern und den Blechbläsern zusammen. Die Rhythmusgruppe besteht dabei in der Regel aus einem Pianisten, einem Schlagzeuger und einem E-Bassisten oder Kontrabassisten. Meist wird sie durch einen Gitarristen und verschiedene Perkussionisten ergänzt. Die Rhythmusgruppe ist für die Begleitung der Bläser zuständig. Die Sektion der Holzbläser besteht aus Saxophonen, die gelegentlich durch Klarinetten und Querflöten ergänzt werden. Sie bilden die Reed-Section und werden normalerweise vier- oder fünffach besetzt. Die Brass-Section besteht aus den Blechbläsern wie Trompeten und Posaunen. Auch sie werden vier- oder fünffach besetzt.